Das Release 2022–1 bringt eine neue Lösung für die Pfahl­grün­dung hervor

Seit dem 18. Novem­ber haben Tragwerksplaner:innen Zugriff auf die aktu­ells­te Ver­si­on der FRI­LO-Sta­tik-Soft­ware. Mit dem Update bringt der Anbie­ter von inno­va­ti­ven Lösun­gen für Sta­tik und Trag­werks­pla­nung neben zahl­rei­chen hilf­rei­chen Funk­ti­ons­er­wei­te­run­gen in bestehen­den Pro­gram­men auch eine voll­kom­men neue Lösung für die Pfahl­grün­dung auf den Markt. Mit der Anbin­dung des FRILO Gebäu­de­mo­dells an den BIM-Con­nec­tor® hat das Unter­neh­men außer­dem sein Enga­ge­ment in der inte­gra­len Gebäu­de­pla­nung ent­schei­dend vorangetrieben.

Das neue Pro­gramm Pfahl+ für die Pfahlgründung
Mit dem neu­en FRI­LO-Pro­gramm Pfahl+ las­sen sich die inne­re und äuße­re Trag­fä­hig­keit für Stahl­be­ton­pfäh­le mit recht­ecki­gem und kreis­run­dem Quer­schnitt nach­wei­sen. Durch die Anbin­dung der bei­den bewähr­ten FRI­LO-Pro­gramm Set­zungs­be­rech­nung SBR+ und Erd­druck­be­rech­nung EDB+ kön­nen sowohl die Boden­set­zun­gen in der Pfahl­um­ge­bung als auch der ein­wir­ken­de Sei­ten­druck auf die Pfäh­le in Betracht gezo­gen wer­den. Durch die Gegen­über­stel­lung der Pfahl­set­zun­gen und der Boden­set­zun­gen ent­lang der Pfahl­man­tel­flä­che lässt sich eine Ein­wir­kung aus nega­ti­ver Man­tel­rei­bung bis zum neu­tra­len Punkt optio­nal ansetz­ten. Die axia­len Pfahl­wi­der­stän­de infol­ge Man­tel­rei­bung und Spit­zen­druck kön­nen wahl­wei­se durch die Aus­wer­tung sta­ti­scher Pfahl­pro­be­be­las­tun­gen oder auf Basis von Erfah­rungs­wer­ten nach der EA-Pfäh­le getrennt nach den bei­den Grenz­zu­stän­den SLS und ULS abge­lei­tet wer­den. Die Bemes­sung der Stahl­be­ton­quer­schnit­te erfolgt auf Grund­la­ge einer nicht­li­nea­ren Berech­nung unter Berück­sich­ti­gung der Zusatz­be­las­tun­gen nach Theo­rie II. Ord­nung und der tat­säch­li­chen Pfahl­stei­fig­kei­ten infol­ge einer frei wähl­ba­ren Bewehrung.

FRILO BIM-Con­nec­tor® über­zeugt mit ver­bes­ser­ter Praktikabilität
Im Zuge des Release 2022–1 wur­de das Berech­nungs­mo­dell des FRILO BIM-Con­nec­tor® mit eini­gen prak­ti­schen Bear­bei­tungs­funk­tio­nen ange­rei­chert. So lässt sich die Geo­me­trie des Modells berei­ni­gen, indem klei­ne Aus­spa­run­gen und Öff­nun­gen sowie kur­ze Trä­ger, Stüt­zen, Wän­den und Plat­ten, die für die sta­ti­sche Berech­nung nicht von Rele­vanz sind, ein­fach ent­fernt wer­den kön­nen. Um die kor­rek­te Wei­ter­lei­tung der Las­ten gewähr­leis­ten zu kön­nen, las­sen sich Bau­teil­ach­sen über­ein­an­der schie­ben. Außer­dem kön­nen Bau­tei­le nun auto­ma­tisch ver­bun­den wer­den, indem sie so lan­ge in ihrer Sys­te­mach­se ver­län­gert bzw. ver­kürzt wer­den bis sie eine Schnitt­li­nie oder einen Schnitt­punkt bil­den. Auch die nütz­li­che Zer­le­gung von Wän­den in Ein­zel­bau­tei­le ist seit dem Soft­ware-Update mög­lich. Wer nach der Berei­ni­gung über­prü­fen möch­te, ob eine achs­ge­rech­te Model­lie­rung des Gebäu­des vor­liegt, kann von der neu­en Funk­ti­on „Modell prü­fen“ Gebrauch machen. Die­se auto­ma­ti­sier­te Über­prü­fung lässt sich nicht nur auf das kom­plet­te Gebäu­de, son­dern auch auf Ein­zel­bau­tei­le in ver­ti­ka­ler und hori­zon­ta­ler Rich­tung anwen­den. Der BIM-Con­nec­tor hat zusätz­lich an Attrak­ti­vi­tät gewon­nen, weil FRILO die direk­te Anbin­dung des FRILO Gebäu­de­mo­dells bewerk­stel­ligt hat. Berei­nig­te und für die sta­ti­sche Berech­nung vor­be­rei­tet Model­le kön­nen nun ver­lust­frei und zeit­ef­fi­zi­ent an das Gebäu­de­mo­dell für die Ermitt­lung der ver­ti­ka­len und hori­zon­ta­len Last­ab­tra­gung des kom­plet­ten Bau­werks über­ge­ben wer­den. Für die tat­säch­li­che Bau­teil­be­mes­sung ste­hen anschlie­ßend wei­te­re Über­ga­be­op­tio­nen an FRI­LO-Berech­nungs­pro­gram­me zur Verfügung.

Gene­rie­rung von Wind- und Schnee­las­ten im Stab­werk RSX
Mit dem Soft­ware-Update wur­de im Stab­werk RSX die Mög­lich­keit imple­men­tiert, auto­ma­tisch Wind- und Schnee­las­ten für Stan­dard­ge­bäu­de, die der Norm ent­spre­chen, zu gene­rie­ren. Dabei erkennt das Pro­gramm die Gebäu­de­kon­tur von Stan­dard­ge­bäu­den selbst­tä­tig. Die Panels (die Flä­chen zwi­schen den Stä­ben), auf die die gene­rier­te Last für die aus­ge­wähl­te Wind­rich­tung ange­setzt wird, wer­den eben­falls ohne das Zutun der Anwender:innen aus der Gebäu­de­kon­tur her­aus erstellt und pas­send beschrif­tet. Die Gene­rie­rung der Stab­las­ten aus den Flä­chen­las­ten erfolgt für die aus­ge­wähl­te Wind­rich­tung mit der fini­te Ele­ment­me­tho­de. Mit der fini­ten Ele­ment­me­tho­de wer­den anschlie­ßend aus den Flä­chen­las­ten Lini­en­las­ten auf die last­ab­tra­gen­den Stä­be erzeugt.

All­ge­mei­ne Neuerungen
Der Docu­ment Desi­gner FDD wur­de um die Mög­lich­keit ergänzt, Posi­tio­nen inner­halb des Pro­gramms per kom­for­ta­bler Drag & Drop-Funk­ti­on zu kopie­ren oder Posi­tio­nen mit der Maus aus dem FRILO Con­trol Cen­ter direkt in den FDD zu zie­hen. Im Gebäu­de­mo­dell GEO ste­hen als neue Dar­stel­lungs­op­tio­nen für Hori­zont­al­las­ten die Ansicht in X- und in Y‑Richtung sowie die last­fall­spe­zi­fi­sche Ansicht des Momen­ten­ver­laufs geschoss­über­grei­fend für die als über­ein­an­der­ste­hend erkann­ten Wand­pfei­ler bzw. Stüt­zen zur Ver­fü­gung. Wei­ter­hin kön­nen die ermit­tel­ten H‑Lasten auf die ein­zel­nen Wand­pfei­ler und Stüt­zen im Auf­riss ange­zeigt wer­den. Zusätz­lich kön­nen auch die Span­nungs­ver­läu­fe der über­ein­an­der­ste­hen­den Wand­pfei­ler dar­ge­stellt wer­den. Das Pro­gramm HTB+ zur Berech­nung von Holz­trä­gern aus Brettsperr­holz führt ab sofort den Schwin­gungs­nach­weis. In der Lösung Stahl­be­ton­stüt­ze B5+ ist hoch­fes­ter Stahl in der Stahl­sor­te SAS 670 von Annahüt­te als Zusatz­op­ti­on für die nicht­li­nea­re Berech­nung (all­ge­mei­nes Ver­fah­ren) erhältlich.

Das Pro­gramm Pfahl+ zeigt die Pfahl­grün­dung im Bodenprofil

 

Die 3D-Ansicht eines Gebäu­des im Phy­si­schen Modell

 

Die 3D-Ansicht eines Gebäu­des im Berechnungsmodell

Über FRILO
Mit über 40 Jah­ren Markt­er­fah­rung und mehr als 100 maß­ge­schnei­der­ten Soft­ware-Ein­zel­lö­sun­gen gehört FRILO zu den führenden Anbie­tern von inno­va­ti­ven Berech­nungs­pro­gram­men für bau­sta­ti­sche Auf­ga­ben­stel­lun­gen. Unser Schlüssel zum Erfolg: Bei FRILO sor­gen pra­xis­er­fah­re­ne Inge­nieu­re mit einer aus­ge­präg­ten Lei­den­schaft für die Soft­ware­ent­wick­lung ste­tig dafür, dass Ihren Erfor­der­nis­sen im Arbeits­all­tag mit pas­sen­den Lösun­gen begeg­net wird. Wir legen gro­ßen Wert dar­auf, dass unse­re leis­tungs­fä­hi­gen Pro­gram­me durch Benut­zer­freund­lich­keit, All­tags­taug­lich­keit und die kon­ti­nu­ier­li­che Berücksichtigung aktu­el­ler Nor­men überzeugen. Außer­dem ver­fol­gen wir den Anspruch, Sie mit unse­ren Lösun­gen für Sta­tik und Trag­werks­pla­nung tat­kräf­tig und zuver­läs­sig bei der Digi­ta­li­sie­rung Ihrer daten­ge­trie­be­nen Pro­zes­se und Pro­jek­te zu unterstützen. Seit 1999 ist FRILO, mit Haupt­sitz in Stutt­gart, als eigen­stän­di­ge Mar­ke in die Nemet­schek Group integriert.

Über die Nemet­schek Group
Die Nemet­schek Group ist ein Vor­rei­ter für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in der AEC-Indus­trie. Als welt­weit ein­zi­ge Unter­neh­mens­grup­pe deckt Nemet­schek mit ihren intel­li­gen­ten Soft­ware­lö­sun­gen den kom­plet­ten Lebens­zy­klus von Bau- und Infra­struk­tur­pro­jek­ten ab und führt ihre Kun­den in die Zukunft der Digi­ta­li­sie­rung. Sie stei­gert die Qua­li­tät im Bau­pro­zess und ver­bes­sert den digi­ta­len Work­flow aller am Bau­pro­zess Betei­lig­ten. Im Mit­tel­punkt steht dabei der Ein­satz von offe­nen Stan­dards (OPEN BIM). Die inno­va­ti­ven Lösun­gen der 15 Mar­ken der Nemet­schek Group in den vier kun­den­ori­en­tier­ten Divi­si­ons wer­den welt­weit von rund sechs Mil­lio­nen Nut­zern ein­ge­setzt. Gegründet von Prof. Georg Nemet­schek im Jahr 1963 beschäf­tigt die Nemet­schek Group heu­te rund 3.000 Exper­ten. Das seit 1999 bör­sen­ge­lis­te­te Unter­neh­men, das im MDAX und TecDAX notiert ist, erziel­te 2020 einen Jah­res­um­satz in Höhe von 596,9 Mio. Euro und ein EBITDA in Höhe von 172,3 Mio. Euro.

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