© W&M Tief- und Straßenbau
Zentrale Projektplattform verbessert
Koordination
Digitales Baustellenmanagement bei Straßenerneuerung
Projektdaten
Ort/Lage: Wehlener Straße, Tolkewitz in Dresden
Bauherr: Landeshauptstadt Dresden, Dresdener Verkehrsbetriebe, SachsenEnergie, Stadtentwässerung Dresden, Telekom, Vodafone
Planung: Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen GmbH, ACi – Aquaproject Consult Ingenieursgesellschaft mbH
Bauausführung: ARGE Wehlener Straße Los1 – WOLFF & MÜLLER Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG;
NL Dresden; Eurovia Verkehrsbau GmbH, NL Dresden; STRABAG AG Direktion Sachsen/
Thüringen Bereich Ostsachsen, Gruppe Dresden
Bauzeit: 2024–2025
Gesamtkosten: ca. 40 Mio. Euro
Bausoftware: Zentrale Datenintegration und Steuerung über Infrakit, Drohnenvermessung, 3D-Baggersteuerung
Die Wehlener Straße im Stadtteil Tolkewitz in Dresden wird auf 1,9 Kilometern grundhaft erneuert. Neben neuen
Fahrbahnen entstehen moderne Gleisanlagen, barrierefreie Haltestellen sowie sichere Rad- und Gehwege. Im
Untergrund werden Abwasserkanäle, Trinkwasserleitungen, Gasleitungen, Stromleitungen sowie Kommunikationsleitungen
erneuert und erweitert. Das Ziel ist der Aufbau einer leistungsfähigen und umweltgerechten Infrastruktur,
die den Anforderungen heutiger und künftiger Mobilität gerecht wird. Die Arbeitsgemeinschaft Wehlener
Straße Los1 setzt bei der Umsetzung auf Infrakit, ein durchgängig digitales Baustellenmanagement. Die
Niederlassung Dresden der WOLFF & MÜLLER Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG bringt als Taktgeber den
operativen Ablauf des Projekts voran.
Digitale Baustelle mit Struktur
In der Bauausführung nutzt WOLFF & MÜLLER Infrakit als zentrale Projektplattform. Diese vereinfacht die Kommunikation
zwischen Bauleitung, Polieren und Vorarbeitern der verschiedenen ARGE-Partner deutlich. Denn alle Beteiligten
greifen auf dieselben, stets aktuellen Planstände und Ausführungsinformationen zu – papierlos, ortsunabhängig
und revisionssicher (Abb. S. 14). Regelmäßige Drohnenflüge liefern aktuelle Luftbilder, die nicht nur die Baufortschritte
dokumentieren, sondern auch Projektbesprechungen und die Koordination vor Ort erheblich erleichtern.
Ein zentrales Element der täglichen Arbeit ist die mobile App der Projektplattform. Sie wird von der gesamten ARGE
intensiv genutzt und dient sowohl zur Fortschrittsdokumentation als auch zur schnellen Kommunikation bei Auffälligkeiten
oder Änderungen. Insbesondere im innerstädtischen Bereich mit beengten Verhältnissen ermöglicht
die Echtzeitdatenerfassung eine dynamische Anpassung der Bauprozesse – etwa bei auftretenden Störungen.
Transparenz für Stadt, Anwohner und Bauherren
Die Nutzung von Infrakit bringt nicht nur Vorteile im Tagesgeschäft, sondern verbessert die Zusammenarbeit mit
Bauherren. Regelmäßige Statusupdates, schnell generierte Fortschrittsberichte und präzise Nachweise sorgen für
klare Zuständigkeiten und das frühzeitige Erkennen von Risiken. Dank vorausschauender Planung und digitaler
Unterstützung laufen Kommunikationsprozesse deutlich strukturierter ab und Anwohner erhalten mehr Transparenz.
Zudem lassen sich die Gestaltung von Umleitungen und die Gewährleistung von Zugänglichkeiten anwohnerfreundlicher
umsetzen. So entsteht ein modernes Verkehrsband und Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der
Bauausführung.
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Lesson Learned
Der Einsatz digitaler Werkzeuge zur Bauüberwachung und Dokumentation erleichterte die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Echtzeit-Verfügbarkeit von Plänen, Fortschrittsdaten und Fotos führt zu schnelleren Abstimmungen, mehr Transparenz und Sicherheit sowie einer effizienteren Projektabwicklung im städtischen Infrastrukturbau.
Weitere Best Practices für Infrastrukturprojekte

BVBS-Best-Practice-Broschüre zum Tief- und Infrastrukturbau
Digitale Lösungen für Infrastrukturprojekte
Ausgabe: November 2025