RIB auf der INTERGEO – Stan­dar­di­sier­te Pro­zes­se für BIM im Straßenbau

Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­on: Neue Mög­lich­kei­ten für die Fernstraßensanierung

MÜNCHEN, 05. August 2026. BIM2AVA, ein direk­ter Trans­fer von CAD-Modell­in­for­ma­tio­nen in ein Pro­gramm für Aus­schrei­bung, Ver­ga­be und Abrech­nung (AVA) im Stra­ßen- und Brü­cken­bau mit durch­gän­gig ein­deu­ti­gen Infor­ma­tio­nen, die mit einem hohen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad bereit­ge­stellt wer­den kön­nen: Im Rah­men eines gemein­sa­men Vor­ha­bens mit dem Arbeits­ti­tel „Stan­dar­di­sier­tes Para­me­tri­sie­rungs­sys­tem im Bun­des­fern­stra­ßen­bau“ wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr die Grund­stei­ne für eine ers­te Richt­li­nie für den Infra­struk­tur­bau gelegt. Mit­tel­fris­tig sol­len damit sämt­li­che, an Bau­pro­jek­ten Betei­lig­te, die mit einer CAD- und AVA-Soft­ware pla­nen, ihre Bau­auf­ga­ben – von der Men­gen­er­mitt­lung bis zur Ver­ga­be – voll­kom­men durch­gän­gig bear­bei­ten kön­nen. Ers­te, im Stra­ßen­bau umge­setz­te Bau­pro­jek­te errei­chen ein sehr hohes Qua­li­täts­ni­veau und ver­spre­chen zudem eine Zeit­er­spar­nis von rund 50 %. Die am Vor­ha­ben betei­lig­te RIB Soft­ware GmbH ver­an­schau­licht die neu­en, auto­ma­ti­sier­ten und teil­wei­se bereits stan­dar­di­sier­ten Pro­zes­se inner­halb der eige­nen Soft­ware­pro­gram­me RIB Civil (CAD) sowie RIB iTWO (AVA) auf dem Mes­se­stand Nr. B6B035 in Hal­le B6 vom 15. bis zum 17. Sep­tem­ber auf der INTERGEO in München.

Das Pro­jekt von der For­schungs­ge­sell­schaft für Stra­ßen- und Ver­kehrs­we­sen (FGSV), der DEGES, RIB und dem Stein­beis-Trans­fer­zen­trum wur­de initi­iert, um erst­mals einen ein­deu­ti­gen Stan­dar­di­sie­rungs­ka­ta­log für Infra­struk­tur­pro­jek­te, ana­log zum Hoch­bau, für die Anwen­dung der BIM-Metho­de bereit­zu­stel­len. Betei­ligt sind zusätz­lich das Fern­stra­ßen-Bun­des­amt sowie die Auto­bahn GmbH des Bun­des. Als Grund­la­ge dient der im Stra­ßen- und Tief­bau­sek­tor eta­blier­te Stan­dard­leis­tungs­ka­ta­log (STLK). Der Daten­aus­tausch erfolgt laut Her­stel­ler­infor­ma­ti­on über den aktu­el­len *IFC-Stan­dard IFC 4×3. Die­ser bie­te, wie RIB ver­rät, die Opti­on, ent­spre­chen­de Auto­ma­tis­men für Pro­jek­te im Stra­ßen- oder auch Brü­cken­bau zu hin­ter­le­gen. Rund 70 % der Infor­ma­tio­nen sol­len als ein­deu­ti­ge Tex­te vom Modell in die AVA über­tra­gen wer­den und als Grund­la­ge zur Gene­rie­rung von Leis­tungs­ver­zeich­nis­sen (LVs) die­nen. Dabei besteht wei­ter­hin die Mög­lich­keit, mit den im Stra­ßen­bau­be­reich übli­chen Frei­tex­ten zu arbei­ten. Eini­ge Anwen­dungs­fäl­le sind bereits fer­tig umge­setzt. Kurz­fris­tig plant die FGSV, auch alle ande­ren fer­tig­zu­stel­len und anzubieten.

Durch die Ver­knüp­fung des CAD-Sys­tems RIB Civil und RIB iTWO mit dem STLK las­sen sich mit Hil­fe von Aus­stat­tungs­in­for­ma­tio­nen und Regeln Men­gen ein­deu­tig zuwei­sen und es kann unmit­tel­bar ein LV gene­riert wer­den. Zeit­rau­ben­de, manu­el­le Über­tra­gun­gen von Daten sol­len sich somit auf ein Mini­mum redu­zie­ren und gleich­zei­tig Feh­ler, oft­mals begrün­det durch die Über­nah­me von Infor­ma­tio­nen aus frü­he­ren Pro­jek­ten per Copy and Pas­te, ver­mei­den las­sen. Über den IFC‑4×3‑Standard kön­nen die Infor­ma­tio­nen genau­so von Pro­jekt­part­nern, die Soft­ware­pro­gram­me ande­rer Her­stel­ler im Ein­satz haben, wei­ter­be­ar­bei­tet werden.

„Mit dem „Stan­dar­di­sier­ten Para­me­tri­sie­rungs­sys­tem für den Bun­des­fern­stra­ßen­bau“ bie­ten wir für den Stra­ßen- und Infra­struk­tur­bau jetzt die Mög­lich­keit, BIM2AVA erst­ma­lig ana­log zum Hoch­bau ein­zu­set­zen und das voll­kom­men her­stel­ler­neu­tral“, ver­rät Andre­as Die­ter­le, Sales Mana­ger bei der RIB Deutsch­land GmbH mit Fokus auf den Infra­struk­tur­bau. „Damit ste­hen nun prak­ti­ka­ble Werk­zeu­ge zur Ver­fü­gung, um die drin­gend erfor­der­li­che Sanie­rung vie­ler Fern­stra­ßen und Brü­cken im gesam­ten Bun­des­ge­biet best­mög­lich zu unter­stüt­zen“, führt er wei­ter aus.

Die Leit­mes­se für Geo­dä­sie, Geo­in­for­ma­ti­on und Land­ma­nage­ment ver­eint im Sep­tem­ber in Mün­chen in die­sem Jahr ein­mal mehr Fach­be­su­cher, Unter­neh­men, For­schung und Ver­wal­tung aus dem gesam­ten Geo-Umfeld. Auf der Inter­net­sei­te unter https://www.rib-software.com/unite/de/dach/intergeo/ bie­tet der Her­stel­ler kos­ten­freie Tickets für einen Mes­se­be­such – nach eige­nen Anga­ben solan­ge der Vor­rat reicht.

* Das buil­dingSMART-Daten­mo­dell, auch bekannt unter der Bezeich­nung Indus­try Foun­da­ti­on Clas­ses (IFC), stellt ein all­ge­mei­nes Daten­sche­ma dar, das einen Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen zwi­schen ver­schie­de­nen pro­prie­tä­ren Soft­ware-Anwen­dun­gen ermöglicht.

Nächtliche Brücke am Kölner Dom mit Schrift im Vordergrund

Modell­über­nah­me von RIB Civil nach RIB iTWO via IFC-For­mat IFC 4×3. Alle Infor­ma­tio­nen sind ein­deu­tig und ein LV kann auto­ma­ti­siert gene­riert werden.

Bild­nach­weis: RIB Soft­ware GmbH

Über die RIB-Grup­pe
RIB setzt sich dafür ein, die Wert­schöp­fungs­ket­te Bau mit trans­for­ma­ti­ven digi­ta­len Tech­no­lo­gien vor­an­zu­brin­gen und das Inge­nieur- und Bau­we­sen effi­zi­en­ter und nach­hal­ti­ger zu gestal­ten. In sei­ner 60-jäh­ri­gen Geschich­te hat das Unter­neh­men welt­weit mehr als 550.000 Soft­ware-Anwen­de­rin­nen und ‑Anwen­der und über 2.300 Mit­ar­bei­ten­de gewin­nen kön­nen: Mit der Visi­on eines glo­ba­len Power­hou­ses für die inno­va­tivs­te Bau­soft­ware der Bran­che und einer Fokus­sie­rung auf die Qua­li­fi­ka­ti­on der Mit­ar­bei­ten­den. Die Ent­wick­lung des RIB-Soft­ware­port­fo­li­os für den gesam­ten Pro­jekt­le­bens­zy­klus – Pla­nung, Bau und Betrieb – wird von Bran­chen­er­fah­rung, fach­li­chem Know-how und dem kon­ti­nu­ier­li­chen Stre­ben nach Spit­zen­tech­no­lo­gie geprägt. Das Unter­neh­men zielt dar­auf ab, Men­schen, Pro­zes­se und Daten auf inno­va­ti­ve Wei­se mit­ein­an­der zu ver­bin­den, um sicher­zu­stel­len, dass jeg­li­che Unter­neh­men, die mit Soft­ware von RIB arbei­ten, ihre Pro­jek­te inner­halb des Bud­gets pünkt­lich und in hoher Qua­li­tät abschlie­ßen und gleich­zei­tig ihren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck redu­zie­ren. RIB Soft­ware ist ein Unter­neh­men der Schnei­der Elec­tric SE.

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