Bluebeam Unbound 2026 in Köln

Inte­grier­te digi­ta­le Work­flows für die Baubranche

 

 

Mün­chen, 8. Juli 2026 – Mit der Unbound Köln 2026 hat Bluebeam sei­ne zen­tra­le Zukunfts­kon­fe­renz erst­mals nach Deutsch­land gebracht. In Köln demons­trier­te das Unter­neh­men gemein­sam mit Mar­ken der Nemet­schek Group, wie inte­grier­te digi­ta­le Work­flows die Arbeit von Pla­nungs- und Aus­füh­rungs­be­tei­lig­ten kon­kret unter­stüt­zen. Ein zen­tra­ler Bestand­teil der Ver­an­stal­tung war der direk­te Aus­tausch: Zahl­rei­che Bluebeam-Kun­din­nen und ‑Kun­den aus Architektur‑, Inge­nieur- und Bau­un­ter­neh­men berich­te­ten in Vor­trä­gen und Use Cases aus ihrer täg­li­chen Pra­xis. Im Fokus der von Petra Goe­bel (Direc­tor Chan­nel Sales EMEA, Bluebeam) mode­rier­ten Ver­an­stal­tung stan­den dabei Pro­duk­ti­vi­tät, Daten­in­te­gri­tät und die Rol­le von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) in einer nach­hal­tig orga­ni­sier­ten Projektabwicklung.

 

Die Bau­in­dus­trie im digi­ta­len Wandel

In ihrer Exe­cu­ti­ve Key­note „Zukunft Bau­en“ skiz­zier­te Ruth Schiff­mann, CEO von NEVARIS, die Bran­che als ein Feld mit hohem Effi­zi­enz­druck und erheb­li­chem Trans­for­ma­ti­ons­be­darf. Ange­sichts einer mas­si­ven Lücke von 35 Bio. EUR zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge in der Bau­in­dus­trie bis 2040 (mit Ver­weis auf eine aktu­el­le McK­in­sey-Stu­die) sowie stren­ger Nach­hal­tig­keits­zie­le, beton­te Ruth Schiff­mann, dass Digi­ta­li­sie­rung und KI zen­tra­le Hebel zur Res­sour­cen­op­ti­mie­rung sind. Dabei rück­te sie essen­zi­el­le The­men wie Daten­si­cher­heit, Data Gover­nan­ce und die zen­tra­le Rol­le des Men­schen im KI-gestütz­ten Pro­zess in den Mit­tel­punkt ihres Vortrags.

 

Orches­trie­rung ver­netz­ter KI-Sys­te­me statt Frag­men­tie­rung mit Einzellösungen

Juli­an Gei­ger, Chief AI Offi­cer der Nemet­schek Group, kon­kre­ti­sier­te die­sen Ansatz und hob her­vor, dass frag­men­tier­te Daten für jedes Unter­neh­men ein Pro­blem sind. Die Lösung lie­ge in der Orches­trie­rung ver­netz­ter KI-Sys­te­me, die Teams bei der Bewer­tung und Struk­tu­rie­rung kom­ple­xer Infor­ma­tio­nen unter­stüt­zen – ver­gleich­bar mit der Rol­le des Diri­gen­ten in einem Orches­ter. Bluebeam Max bie­tet hier­bei zen­tra­le, KI-gestütz­te Funk­tio­nen, die repe­ti­ti­ve Auf­ga­ben auto­ma­ti­sie­ren und Frei­räu­me für qua­li­fi­zier­te Pla­nungs- und Bau­leis­tun­gen schaffen.

 

Mobi­li­tät und Auto­ma­ti­sie­rung im Fokus

Ste­ve Smith (Direc­tor of Part­ner­ships, Bluebeam) und Andrea Radl­beck (Seni­or Pro­duct Mana­ger, Bluebeam GmbH) prä­sen­tier­ten stra­te­gi­sche Neue­run­gen. Ein Schwer­punkt liegt auf der mobi­len Nut­zung des Port­fo­li­os, um zen­tra­le Funk­tio­nen effi­zi­ent auf Tablets und Smart­phones bereit­zu­stel­len. Tech­no­lo­gi­sche Erwei­te­run­gen wie das Model Con­text Pro­to­col (MCP) ermög­li­chen die Anbin­dung exter­ner KI-Model­le an Bluebeam und schaf­fen die Grund­la­ge für die Auto­ma­ti­sie­rung rou­ti­ne­mä­ßi­ger und wie­der­keh­ren­der Work­flows. Durch ver­tief­te Inte­gra­tio­nen mit Part­ner­lö­sun­gen wie Docu­Sign und Pro­co­re unter­streicht Bluebeam den Anspruch, medi­en­bruch­freie Work­flows über den gesam­ten Pro­jekt­zy­klus hin­weg zu ermöglichen.

 

Inno­va­ti­on durch offe­ne Plattformen

Die Ver­an­stal­tung bot zudem eine Büh­ne für die Inno­va­ti­ons­kraft des gesam­ten Öko­sys­tems. Hol­ger Kre­ien­brink (Direc­tor, Pro­duct Intel­li­gence & Part­ner­ships, Gra­ph­i­s­oft) prä­sen­tier­te die „Design Intel­li­gence Stra­tegy“ von Gra­ph­i­s­oft. Die­se unter­stützt mit­tels AI Assistant und einer cloud-nati­ven Platt­form Ent­wurfs- und Model­lie­rungs­pro­zes­se. Wil­li Lif­fers (Pro­duct Con­sul­tant – Cli­ent Deve­lo­p­ment, All­plan) demons­trier­te die Ver­knüp­fung von PDF-Plä­nen aus Bluebeam mit 3D-Model­len in All­plan, um die Ver­sio­nie­rung und Frei­ga­ben trans­pa­rent zu steu­ern. Mar­tin Huber, CEO von Meta­room by Amrax, ver­an­schau­lich­te den Pro­zess vom Scan zum detail­lier­ten Bestands­plan. Dabei wer­den Bestands­auf­nah­men in direkt nutz­ba­re Pla­nungs­grund­la­gen über­führt, die unter ande­rem für Bluebeam ver­wen­det wer­den kön­nen. Ergän­zend dazu zeig­te Gre­gor Schul­te (Seni­or Head of Pro­duct Manage­ment, Port­fo­lio & Plat­forms, NEVARIS Bau­soft­ware GmbH), wie die Inte­gra­ti­on von AVA-Soft­ware (NEVARIS) und mobi­ler Bau­stel­len­er­fas­sung (123erfasst) Pro­zess­brü­che im digi­ta­len Work­flow redu­ziert und eine kon­sis­ten­te Daten­ba­sis für Kal­ku­la­ti­on und Abrech­nung schafft.

 

Trans­pa­renz als Wettbewerbsvorteil

Neben den KI-Inno­va­tio­nen wur­de auf der Unbound 2026 auch deut­lich, wie digi­ta­le Work­flows bereits heu­te in der Pra­xis ein­ge­setzt wer­den, um Pro­zes­se effi­zi­en­ter und trans­pa­ren­ter zu gestal­ten.  So unter­strich Sebas­ti­an Cor­lik, Kal­ku­la­tor bei der KUTTER GmbH & Co. KG, in sei­nem Vor­trag, wie eine umfang­rei­che digi­ta­le Vor­be­rei­tung im Ange­bots­pro­zess beim Auf­trag­ge­ber Ver­trau­en schafft. Das Unter­neh­men nutzt Bluebeam, um in der Ange­bots­pha­se durch eine prä­zi­se Mas­sen­er­mitt­lung im Sin­ne des Kun­den und eine aus­ge­klü­gel­te Pla­nung der Bau­stel­len­ein­rich­tung zu über­zeu­gen. Digi­ta­le Werk­zeu­ge die­nen hier als Ergän­zung zur lang­jäh­ri­gen Erfah­rung und schaf­fen die not­wen­di­ge Trans­pa­renz in Kal­ku­la­tio­nen – ein ent­schei­den­der Wett­be­werbs­vor­teil bei der Anwen­dung des Bestbieterprinzips.

 

“Keep it simp­le”: Inte­grier­te Work­flows und prag­ma­ti­scher Softwareeinsatz

Nico­las Ster­ling gewähr­te wert­vol­le Ein­bli­cke in ein inte­grier­tes Büro, in dem Archi­tek­tur und Trag­werks­pla­nung als durch­gän­gi­ges Sys­tem­ge­spann agie­ren. Dabei die­nen unter ande­rem Tools wie Rhi­no und Gras­shop­per als Grund­la­ge in der para­me­tri­schen Kon­zep­ti­on und bei der Vor­pla­nung, wäh­rend Bluebeam die zen­tra­le Koor­di­na­ti­ons­ebe­ne bil­det. Nico­las Ster­ling über die Rol­le der Soft­ware im Pro­jekt­all­tag: „Die Pla­nung erfolgt in BIM. Ent­schei­dun­gen jedoch wer­den in Bluebeam getroffen.“

Unter dem Leit­mo­tiv „Keep it simp­le“ mahn­te Andre­as Rie­ger (CTO & Mana­ging Direc­tor Art-Invest Real Estate Manage­ment) einen prag­ma­ti­schen Umgang mit Bau­soft­ware an: Vie­le Gebäu­de blei­ben, trotz Vor­fer­ti­gung und Modu­la­ri­tät, auch in der Zukunft Uni­ka­te. Auf­wen­di­ge BIM-Pla­nun­gen sind den­noch nicht in jedem Pro­jekt sinn­voll. Spa­ren neue Tech­no­lo­gien jedoch nach­weis­lich Kos­ten, erhö­hen die Bau­qua­li­tät und wer­den vom Kun­den hono­riert, ist ihr Ein­satz abso­lut gerechtfertigt.

 

Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on mit Mut und Risi­ko­freu­de angehen

In der abschlie­ßen­den Panel-Dis­kus­si­on „PDF in der BIM-Welt: Brü­cke oder Brem­se?“ wur­de deut­lich, dass das PDF in der Pla­nung und auf der Bau­stel­le trotz BIM und neu­er Spa­ti­al-Com­pu­ting-Ansät­ze wei­ter­hin unver­zicht­bar ist. Sei­ne Stär­ke liegt in der nie­der­schwel­li­gen Zugäng­lich­keit, die es zur uni­ver­sel­len „Spra­che“ zwi­schen allen Betei­lig­ten macht: Wäh­rend BIM die modell­ba­sier­te Grund­la­ge bil­det, fun­giert das PDF als prag­ma­ti­sche Brü­cke zwi­schen Pla­nung und Aus­füh­rung im Projektalltag.

Chris­toph Becker, Busi­ness Deve­lo­p­ment Lead EMEA bei Bluebeam, kri­ti­sier­te jedoch, dass die ope­ra­ti­ve Lücke zwi­schen Aut­ho­ring-Tools und Pro­jekt­pra­xis wei­ter­hin akzep­tiert wird: „Die­se Lücke kön­nen wir mit plan­ba­sier­ter Kol­la­bo­ra­ti­on schlie­ßen, statt frag­men­tier­te Work­flows, E‑Mail-Cha­os und Excel-Lis­ten wei­ter zu tole­rie­ren.“ Einig waren sich die Exper­ten dar­in, dass digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on nicht durch das War­ten auf per­fek­te Soft­ware ent­steht, son­dern durch ein ver­än­der­tes Mind­set. Archi­tek­tin Elke Ster­ling-Pres­ser for­mu­lier­te es so: „Man muss offen sein, Mut für neue Lösun­gen haben und Risi­ko­freu­de zei­gen, statt sich immer nur recht­lich absi­chern zu wollen.“

 

Auf dem Weg zum daten­zen­trier­ten Bauen

Künst­li­che Intel­li­genz spielt in der Bau­welt längst eine zen­tra­le Rol­le – nicht jedoch als Zukunfts­vi­si­on, son­dern als kon­kre­tes Werk­zeug zur Auto­ma­ti­sie­rung manu­el­ler Pro­zes­se. Ent­schei­dend ist mit ihrem Ein­satz die Schnitt­stel­len zwi­schen den Dis­zi­pli­nen zu ver­bes­sern, neue Ansät­ze zu erpro­ben und fest­ge­fah­re­ne Struk­tu­ren in den eige­nen Arbeits­ab­läu­fen kon­se­quent aufzubrechen.

Die Unbound 2026 ver­deut­lich­te, dass sich die Bran­che von über­wie­gend digi­ta­len hin zu intel­li­gen­ten, daten­ba­sier­ten Pro­zes­sen wan­delt. Bluebeam posi­tio­niert sich als zukunfts­fä­hi­ger Part­ner in einem offe­nen Öko­sys­tem, das Pla­nern, Bau­un­ter­neh­men und kom­mu­na­len Auf­trag­ge­bern einen mess­ba­ren Mehr­wert bei Pro­duk­ti­vi­tät und Qua­li­täts­si­che­rung bie­tet. „Zukunft Bau­en” bedeu­tet heu­te, Mög­lich­kei­ten zu nut­zen, Risi­ken zu mana­gen und durch ver­läss­li­che, trans­pa­ren­te Daten eine lebens­wer­te Zukunft zu gestalten

Über Bluebeam

Bluebeam ist einer der füh­ren­den Anbie­ter von digi­ta­len Pro­duk­ti­vi­täts- und Kol­la­bo­ra­ti­ons­lö­sun­gen für die Bau­bran­che. Seit 2002 ent­wi­ckelt Bluebeam Desktop‑, mobi­le und cloud­ba­sier­te Lösun­gen für papier­lo­se Arbeits­ab­läu­fe, die die Pro­jekt­kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern und Pro­zes­se über den gesam­ten Pro­jekt­le­bens­zy­klus hin­weg opti­mie­ren. Mehr als 4 Mil­lio­nen Anwen­der in über 160 Län­dern ver­trau­en auf die Soft­ware­lö­sun­gen von Bluebeam, um die digi­ta­le Zusam­men­ar­beit und Ver­wal­tung von Pro­jek­ten vor­an­zu­brin­gen. Bluebeam wur­de in Pasa­de­na, Kali­for­ni­en, gegrün­det und hat heu­te Nie­der­las­sun­gen auf der gan­zen Welt. Das Unter­neh­men ist Teil der Nemet­schek Group.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Bluebeam:
https://www.bluebeam.com/de/company
www.bluebeam.com/de

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