SOLID Kon­fe­renz 2026

Digi­ta­le Zusam­men­ar­beit ver­bin­det Pla­nung und Baupraxis

 

Mün­chen, 22. Okto­ber 2026 – Wie las­sen sich Bau­pro­jek­te unter schwie­ri­gen Markt­be­din­gun­gen wirt­schaft­lich und zukunfts­fä­hig umset­zen? Die­se Fra­ge stand im Mit­tel­punkt der 11. Inter­na­tio­na­len SOLID Kon­fe­renz am 8. Okto­ber 2026 in der „Wol­ke 19“ im Ares Tower in Wien. Zwi­schen kon­junk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen, tech­ni­schen Inno­va­tio­nen und digi­ta­len Arbeits­me­tho­den rich­te­te sich der Blick auf kon­kre­te Ansatz­punk­te für mehr Effi­zi­enz. Chris­toph Becker, Busi­ness Deve­lo­p­ment Lead EMEA bei Bluebeam – einer der Part­ner der Ver­an­stal­tung – rück­te dabei eine zen­tra­le Auf­ga­be im Pro­jekt­all­tag in den Mit­tel­punkt: die durch­gän­gi­ge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Pla­nungs- und Ausführungsbeteiligten.

 

Die Schnitt­stel­le zwi­schen Pla­nung und Bau­stel­le stärken

In sei­nem Vor­trag „War­um die Mit­te zwi­schen Pla­nung und Aus­füh­rung zu oft an unnö­ti­ger Kom­ple­xi­tät schei­tert“ im Part­ner-Impul­se-Block the­ma­ti­sier­te Becker die ope­ra­ti­ve Lücke zwi­schen digi­ta­ler Pla­nung und prak­ti­scher Pro­jekt­ab­wick­lung, in die Bluebeam Revu springt. Sein Ansatz: Digi­ta­le Werk­zeu­ge sol­len die Zusam­men­ar­beit ver­ein­fa­chen, anstatt zusätz­lich Kom­ple­xi­tät zu erzeu­gen. Ent­schei­dend ist hier­bei, Infor­ma­tio­nen so mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen und digi­tal bereit­zu­stel­len, dass sie den Betei­lig­ten in ihrer täg­li­chen Arbeit tat­säch­lich Zeit und Kos­ten sparen.

Für Archi­tek­tur- und Inge­nieur­bü­ros eben­so wie für Bau­un­ter­neh­men bedeu­tet dies, nicht nur ein­zel­ne Anwen­dun­gen zu opti­mie­ren, son­dern vor allem die Über­gän­ge, die Schnitt­stel­len, zwi­schen den Dis­zi­pli­nen und den Pro­jekt­pha­sen zu ver­bes­sern. Plan­ba­sier­te Kol­la­bo­ra­ti­on kann hier eine ver­bin­den­de Ebe­ne schaf­fen: Mit Bluebeam Revu las­sen sich Plä­ne und Doku­men­te digi­tal prü­fen, kom­men­tie­ren, aus­tau­schen und frei­ge­ben. So unter­stützt die Soft­ware­lö­sung schnell und intui­tiv trans­pa­ren­te Abstim­mungs­pro­zes­se zwi­schen den an Pla­nung und Bau­aus­füh­rung betei­lig­ten Partnern.

 

BIM-Modell und Plan­un­ter­la­gen bes­ser verknüpfen

Wie sich die Ver­bin­dung zwi­schen unter­schied­li­chen Infor­ma­ti­ons­quel­len kon­kret gestal­ten lässt, zeig­te auch Dario Gaud­art von ode – office for digi­tal engi­nee­ring. In sei­nem Vor­trag stell­te er einen Work­flow vor, der das BIM Col­la­bo­ra­ti­on For­mat (BCF) sowohl mit der zuge­hö­ri­gen Stel­le im BIM-Modell als auch mit der ent­spre­chen­den Posi­ti­on im PDF-Doku­ment bezie­hungs­wei­se Grund­riss verknüpft.

Der Ansatz griff damit ein Anlie­gen auf, das auch Chris­toph Beckers Bei­trag präg­te: Modell­ba­sier­te Pla­nung und plan­ba­sier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on soll­ten im Pro­jekt­all­tag ver­zahnt inein­an­der­grei­fen. Wer­den Infor­ma­tio­nen in ihrem jewei­li­gen Zusam­men­hang zugäng­lich, lässt sich die Abstim­mung zwi­schen den Betei­lig­ten so geziel­ter organisieren.

Neben der digi­ta­len Zusam­men­ar­beit bestimm­ten kon­kre­te bau­tech­ni­sche Lösun­gen das Pro­gramm. Jür­gen Sil­ber­knoll, Lei­ter Tech­nik beim Ver­band Öster­rei­chi­scher Beton­fer­tig­tei­le ÖVB, erläu­ter­te die Bau­teil­ak­ti­vie­rung von Fer­tig­bau­tei­len zum Hei­zen und Küh­len. Im Mit­tel­punkt stand dabei unter ande­rem die Mög­lich­keit, die Ener­gie­zu­fuhr zeit­lich vom unmit­tel­ba­ren Heiz- und Kühl­be­darf zu ent­kop­peln und damit wirt­schaft­li­che Poten­zia­le zu erschließen.

 

Tech­ni­sche Inno­va­tio­nen eröff­nen neue Spielräume

Die Vor­trä­ge zeig­ten ver­schie­de­ne Ansät­ze für eine leis­tungs­fä­hi­ge­re Bau­pra­xis auf: Wäh­rend tech­ni­sche Inno­va­tio­nen den Gebäu­de­be­trieb opti­mie­ren, för­dern digi­ta­le Pro­zes­se die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Pla­nung und Bau­stel­le. Dadurch las­sen sich Ener­gie, Infor­ma­tio­nen und Arbeits­zeit bewuss­ter sowie effi­zi­en­ter ein­set­zen. Steue­rungs­fak­to­ren wie die­se gewin­nen stark an Bedeu­tung, kon­sta­tier­ten die Refe­ren­ten uni­so­no. Denn spe­zi­ell für den Hoch­bau­sek­tor in Öster­reich blei­ben die Erwar­tun­gen hin­sicht­lich einer kurz­fris­ti­gen Erho­lung wei­ter­hin ver­hal­ten, wäh­rend sich der Bereich Infra­struk­tur aktu­ell noch etwas sta­bi­ler zeigt.

Dass sol­che Poten­zia­le in einem anspruchs­vol­len Umfeld erschlos­sen wer­den müs­sen, mach­te die wirt­schaft­li­che Ein­ord­nung von Moni­ka Rosen-Phil­ipp, Vize­prä­si­den­tin der Öster­rei­chisch-Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft, deut­lich. In ihrer Key­note beleuch­te­te sie die geo­po­li­ti­schen und finanz­wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen der Bran­che und wies dar­auf hin, dass die schwie­ri­ge Wirt­schafts­la­ge in Öster­reich der Start­punkt für neu­es Wachs­tum wer­den muss.

 

Her­aus­for­de­run­gen benen­nen und Hand­lungs­op­tio­nen nutzen

Auch die abschlie­ßen­de Dis­kus­si­ons­run­de „Bau­en 2035 – Wirt­schaft­lich­keit, Wan­del, Wirk­lich­keit“ griff die ins­ge­samt ange­spann­te Bran­chen­la­ge in Öster­reich auf. Mit Gerald Beck, Geschäfts­füh­rer der Bun­des­im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft (BIG) und ARE Aus­tri­an Real Estate, Mar­kus Engerth, Unter­neh­mens­be­reichs­lei­ter für Hoch­bau und Vor­stands­mit­glied der STRABAG AG Öster­reich, Ste­fan Graf, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter und CEO des Bau­un­ter­neh­mens Ley­rer + Graf, Hart­wig Huf­nagl, Vor­stands­di­rek­tor der ASFINAG für Betrieb/COO, Wolf­gang Litzl­bau­er, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Umd­asch Group und Hubert Wet­sch­nig, Geschäfts­füh­rer der HABAU Hoch- und Tief­bau Ges­mbH sowie CEO der HABAU GROUP, tra­fen füh­ren­de Ver­tre­ter aus Bau­wirt­schaft, Immo­bi­li­en­wirt­schaft und Infra­struk­tur auf dem Podi­um zusam­men. Sie dis­ku­tier­ten gemein­sam über herr­schen­den Ver­än­de­rungs­druck und den Bedarf an ver­läss­li­chen poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen sowie weni­ger regu­la­to­ri­scher Kom­ple­xi­tät. Gleich­zei­tig soll­te die Poli­tik neue Frei­räu­me schaf­fen und prag­ma­ti­sche Struk­tur­re­for­men umset­zen. Denn nur dann lässt sich mehr Dyna­mik im Markt ent­fal­ten. Par­al­lel beton­ten die Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer Inno­va­ti­ons­kraft, Anpas­sungs­fä­hig­keit und unter­neh­me­ri­schen Mut als wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen, um den wei­te­ren Wan­del in der Bau­bran­che posi­tiv zu gestalten.

 

Pra­xis­nä­he wird zum Maß­stab der Digitalisierung

Für Bluebeam bestä­tig­te die SOLID Kon­fe­renz die Bedeu­tung der vor­an­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung, die an den tat­säch­li­chen Arbeits­ab­läu­fe in der Bran­che ansetzt. Gera­de unter hohem wirt­schaft­li­chem Druck kommt es dar­auf an, not­wen­di­ge Abstim­mun­gen zu erleich­tern, qua­li­ta­ti­ve Infor­ma­tio­nen nach­voll­zieh­bar zu machen und unnö­ti­ge Pro­zess­brü­che zu minimieren.

Chris­toph Becker von Bluebeam resü­miert im Nach­gang der Ver­an­stal­tung: „Eine pra­xis­taug­li­che Ver­bin­dung von Pla­nung und Aus­füh­rung bleibt wei­ter­hin eine zen­tra­le Auf­ga­be für uns. Die Dis­kus­sio­nen in Wien bestä­ti­gen, dass offe­ne Schnitt­stel­len, ver­ständ­lich auf­be­rei­te­te digi­ta­le Infor­ma­tio­nen und intui­ti­ve Werk­zeu­ge, die sich in die täg­li­che Pro­jekt­ar­beit inte­grie­ren las­sen, wei­ter an Bedeu­tung gewin­nen. Hier kön­nen wir mit unse­ren Lösun­gen bereits heu­te unter­stüt­zen“ Und er ergänzt: „So wird aus tech­ni­schem Poten­zi­al prak­ti­sche Unter­stüt­zung für Architektur‑, Inge­nieur- und Bauunternehmen!“

Über Bluebeam

Bluebeam ist einer der füh­ren­den Anbie­ter von digi­ta­len Pro­duk­ti­vi­täts- und Kol­la­bo­ra­ti­ons­lö­sun­gen für Bran­chen, die unse­re Umwelt bau­en und gestal­ten. Seit 2002 ent­wi­ckelt Bluebeam Desktop‑, mobi­le und cloud­ba­sier­te Lösun­gen für papier­lo­se Arbeits­ab­läu­fe, die die Pro­jekt­kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern und Pro­zes­se über den gesam­ten Pro­jekt­le­bens­zy­klus hin­weg opti­mie­ren. Mehr als 4 Mil­lio­nen Anwen­der in über 160 Län­dern ver­trau­en auf Soft­ware­lö­sun­gen von Bluebeam. Die intui­tiv zu bedie­nen­de und inte­grier­te Soft­ware Bluebeam Revu und das Bluebeam Max-Abon­ne­ment ver­lei­hen ver­trau­ten Arbeits­pro­zes­sen ein neu­es Maß an Trans­pa­renz, Pro­duk­ti­vi­tät und Wirk­sam­keit – direkt am digi­ta­len Plan. Bluebeam wur­de in Pasa­de­na, Kali­for­ni­en, gegrün­det und hat heu­te Nie­der­las­sun­gen auf der gan­zen Welt. Das Unter­neh­men ist Teil der Nemet­schek Group.

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